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Eine Initiative der Industriellen Werke Basel

Skilift produziert seinen eigenen Strom


Bild @www.20min.ch

Oberhalb des kleinen Walser Dorfes Tenna, im abgelegenen Schweizer Safiental, eröffnet am 17. Dezember der weltweit erste Solar-Skilift. Der Lift ist zwar nur 450 Meter lang, erschliesst aber ca. 4,5 Kilometer präparierte Pisten.

Für die Aufstellung der Solarpanels musste kein zusätzliches Land bebaut werden. Die 82 “Solarwings” mit je drei Panels sind an Tragseilen einige Meter über dem Skilift montiert. Pro Jahr liefern die Solarpanels etwas 90’000 kWh Strom. Für den Skilift-Betrieb werden jedoch nur rund 25’000 kWh benötigt. Der überschüssige Strom kann ins öffentliche Netz eingespiesen werden. Rund 15 Haushalte können dann mit Solarstrom beliefert werden.

Die “Solarwings” werden jeweils automatisch an der Sonne ausgerichtet und erzielen daher einen um ca. 20% höheren Wirkungsgrad als bei Fixmontage. Damit sich auf den Solarmodulen kein Schnee sammelt, sind diese mit einem Ultraschallsensor ausgestattet. Erkennt dieser zu viel Schnee auf den Panels, werden diese automatisch fast senkrecht aufgestellt. Der angesammelte Schnee fällt dann von alleine ab.

Die Genossenschaft Skilift Tenna investierte für den Solar-Skilift 1,35 Millionen Franken. Die Finanzierung erfolgte aus eigenen Mitteln, aus Zuwendungen von Gemeinden, Organisationen und von privaten Spendern.

Am Eröffnungstag kann der Skilift gratis benutzt werden. Danach wird die Tageskarte für das Skigebiet des 110-Seelen-Dorfes Tenna 25 Franken kosten. Im Vergleich zu vielen anderen Gebieten sicherlich ein günstiger Preis.

Der Skilift steht. Jetzt muss es nur noch genug Schnee geben. Notfalls könnte man ja mit dem überschüssigen Solarstrom einige Schneekanonen betreiben.

Fernsehbeitrag Schweiz Aktuell:

Schweiz aktuell vom 01.12.2011
Quelle: Schweizer Fernsehen

Ein Kommentar zu Skilift produziert seinen eigenen Strom

  1. Roland Jundt sagt:

    Tolle Idee! Interessieren würden Kommentare zur Wirkung der Anlage auf das Landschaftsbild, Überlegungen zur Einwirkung von Wind auf die seilbefestigten Solarpanels insgesamt und effektive prozentuale Energiernte (% Einstrahlung) die Leistungssteigerung allein sagt wenig.

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